Blogserie Teil 4 «Stilsicher»

Nach ein bisschen Aufholpause – ich denke ich werde auf ein Monatsintervall umschalten – geht es weiter mit den nächsten Fragen zu unserer Blogserie «Was wir tragen, was wir sind». Diesmal geht es um die eigene Stilsicherheit. Fühlt Ihr Euch stilsicher? Was bedeutet das für Euch?

  1. Was findest Du schön?
  2. Was findest Du hässlich?
  3. Kannst Du meistens gut einschätzen, ob du tatsächlich anziehen wirst, was du kaufst? Weißt du vorher, woran du es erkennst?
  4. Wenn du dich im Spiegel siehst, bevor du das Haus verlässt, und versuchst, dich selbst von außen zu betrachten, wie ist diese «andere Person »?

Was findest Du schön?

Funkelnde  Augen – Sinnbild für innere Schönheit und eine (Mit-sich-selbst-)Zufriedenheit die ansteckend ist.
Dezentes Makeup – das die natürlichen Vorzüge zum leuchten bringt. Ich finde es einfach schade, wenn diese Vorzüge entweder zugespachelt sind oder „so natürlich“, dass unschöne Rötungen und Augenringe einen glatt ablenken von dem was die individuelle Schönheit ausmacht.
Passende Farben – zueinander und zum Typ. Ein bisschen Monk war ich schon immer – aber die endlich erlangte Erkenntnis um Farbtypen hat das maximiert (siehe auch weiter unten).
Dann einen persönlichkeitskonformen, individuellen Stil – das hatten wir schon. Ich mag da eine gewisse Eigenwilligkeit, egal ob das in zart-romantisch, buntem Ethno oder rockig-schwarzem Leder ist.
Und ich habe eine Vorliebe für Körper, die eine gewisse GrundFitness ausstrahlen – ob kurvig oder dünn, egal. Extreme in beide Richtungen sind nicht so meins. Auch wenn ich mich selbst immer wieder anschubsen muss das zu erhalten, für das Ergebnis lohnt es sich.

Was findest Du hässlich?

Uggboots – die Krönung des Modediktats das verboten gehört. Es ist mir völlig schleierhaft wie man sowas erfinden, geschweige denn tragen kann.
Sich beissende Farben – an orange mit pink hab ich mich gewöhnt, aber auch da gibt es eben Kombis in cool oder geht gar nicht. Wer olivgrün mit Smaragd mischt ohne die Zwischentöne mit einzubauen gehört auch verhaftet. Manchmal sind es nur Nuancen, aber die tun meinen Augen dann einfach weh. Aber vielleicht bin ich inzwischen auch einfach alt und langweilig und Farblehre gilt nicht mehr. (ähm, nein!)
Kippen in der Hand – ich hasse den Geruch, der meine gesamte Kindheit begleitet hat und das hat sich auf den Anblick übertragen.
Billiglook – wenn etwas schon von weitem nach PlastikPolyFastFashion aussieht und man es partout nicht anfassen wollen würde. Dazu gehören auch labbrige Leggings, Maurerdecolletés, bauchfrei und co. Ok, ich bin jetzt offiziell ein Spießer. Auch wenn ich die ein oder andere optische Entgleisung dieser Art in meiner Jugend eingestehe. Ich war jung… und wusste es nicht besser.

Kannst Du meistens gut einschätzen, ob du tatsächlich anziehen wirst, was du kaufst? Weißt du vorher, woran du es erkennst?

Zum Glück ja. Fehlkäufe sind relativ selten. Die wenigen Fälle sortiere ich dann auch immer mal wieder konsequent aus. Meist hab ich eher das „Problem“ ewig erfolglos durch Läden zu streifen, weil ich zu konkrete Vorstellungen habe. Meine deutliche Farbtypeinschränkung hat das nochmal verschärft. Schwarz/weiß war deutlich einfacher. Wenn ich in spontane Begeisterung verfalle, hat mich das noch nie getäuscht. Schwieriger ist „vermeintlich vernünftiges“ und halbherzige Frustkäufe, deshalb umgehe ich die inzwischen bestmöglich.

Mein größtes Frust-Schätzchen ist momentan ein silbernes BlousonBomberjackenDings von Fay das ich vor vielen Jahren in Dinki-Zeiten als Mega-Schnäppchen erstanden habe, dass aber trotzdem noch sündhaft teuer war. Inzwischen wieder topaktuell, aber egal wie oft ich es probiere, es will sich einfach mit nix zu einem wirklich gelungenen Outfit kombinieren lassen.

Wenn du dich im Spiegel siehst, bevor du das Haus verlässt, und versuchst, dich selbst von außen zu betrachten, wie ist diese «andere Person »?

Puuuh, das ist echt schwierig! Und kommt natürlich auf den Tag an. Ich sehe… eine Frau, Alter schwer zu schätzen, die deutlichen Lachfalten passen nicht so ganz zur eher jugendlichen Gesamtwirkung.

Nachdenkliche Augen, normale, schlanke Figur, oft ein schmunzelndes leichtes Lächeln auf den Lippen. Von Freunden gelegentlich auch Mona-Lisa-Smile genannnt. Sie sieht meistens recht ausgeglichen aus. Und oft genug passt das nicht zum Innenleben.

Typische Looks: Shirt oder Bluse mit Jeans und Blazer oder (Jersey)Kleid, je nach Wetterlage mit Leggings und Blazer, Leder- oder Jeansjacke.

Eigentlich immer ein alltagstauglicher Mix aus business und casual. Farblich immer stimmig, selbst bei eher unsichtbaren Accessoires, Socken oder Wäsche. Also eindeutig ein bisschen spleenig.
Nie nachlässig schlabbrig, irgendwie durchgestylt und trotzdem immer ein bisschen zu zerknittert, zu praktisch, zu anders, zu ungeputzte Schuhe um richtig chic oder elegant zu sein. Oft mit kleinen Details, die erst auf den zweiten Blick begeistern.

Seltsam sich so zu beschreiben, aber ja, ich denke das passt. Und ich mag sie, zum Glück. ;)
Und jetzt bin ich wieder rasend gespannt auf Eure Meinung! Hier kommt das Linkup

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2 Kommentare

  1. Pingback: Stilphilosophie Teil 4: Stilsicher – Grüner Nähen – Näh- und Denkstoffe

  2. Silberne Jacken sind halt total im Trend! Ich finde deine ist nicht ganz einfach, auch wenn sie die Trends Metallic und Bomberjacke vereint. Ich finde Boomberjacken an nicht so schlanken Frauen wie mir nicht toll, aber bei dir müsste es doch gut gehen? Enge Hose oder Bleistiftrock zum kombinieren?

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