AnNÄHerungSüd… eine grandiose Erfahrung reicher

17.10.2016  |  STIL  |  Autor: Nicole Gugger  |  1 Kommentar

Nachdem ich schon bei den letzten Veranstaltungen dieser Art von den begeisterten Berichten immer ganz kribbelig war, konnte ich dieses Jahr für Würzburg einen Platz ergattern. Die Vorfreude und Aufregung war groß, hatte ich doch keine Ahnung wie es dann wirklich ist. Ob ich mich mit meinen ImmernochAnfängerKenntnissen da blicken lassen kann und und und. Glücklicherweise kannte ich einige Teilnehmerinnen schon vom Nähbloggertreffen in Stuttgart und so überwog ganz viel Vorfreude.

Los geht’s

Versüßt durch die gemeinsame Anreise mit cutiecakeswelt begann der NähNerdWahnsinn schon am Freitagmittag. Nachdem wir den Raum entern durften waren ruckzuck alle Plätze eingerichtet und die Vorstellungsrunde mit den geplanten Projekten durch. Los gings. Einfach nur nähen… (fast) rund um die Uhr. Hach <3 Unterbrochen durch nettes Geplauder. Ich hatte mir unbewusst den strategisch cleveren (aber kalorientechnisch seeeeeehr ungünstigen) Platz neben dem KnabbereienBuffet gesichert. Immerhin bekam ich dadurch immer wieder netten Besuch :)

Die schnellen Projekte

Ich hatte mir 4 Projekte mitgenommen, wohlwissend nicht alle zu schaffen. Doch eines davon war schon vorher ein angefangenes und wieder genervt in die Ecke geworfenes. Von daher brauchte ich Ersatz wenn es mir wieder so gehen sollte. Was auch recht schnell der Fall war. Ausgepackt, reingelesen und schon war die Motivation auf dem Tiefpunkt. Also erstmal was erfreuliches nähen.

Mein erstes Projekt wurde ein „Colourblocked“ aus der Ottobre 2/2013, mit viel colour ohne block. Schnell, einfach, ein erster Erfolg am Freitag. Das tolle daran ist ein Velourmaterial, das aus der Nähe sehr nach geprägtem Wildleder aussieht. Sitzt eher locker aber gut. Einziges, leider echtes Problem – es lädt sich extrem elektrostatisch auf und klebt am Körper. In der Art untragbar. :( Bin daher für alle Tipps wie man das in den Griff bekommt ausgesprochen dankbar!!

Dann wieder weiter an dem WaxprintEndlosprojekt. 1000 Dank an popchrissy die immerwieder sowohl denk- als auch motivationstechnische Hilfe leistete um das Ding voranzubringen.

Bis ich es Samstagnachmittag doch wieder in die Ecke warf und aus einem gut abgelagertem schwarzen Baumwolljersey ein Burda 6759 (Fake)Wickelkleid zusammenbastelte. In dem ich einfach die Wickelbänder wegliess und die Säume fertigstellte bevor ich die Seitennähte schloss, konnte ich die Enden miteinfassen und schon gibt es keinen Knoten mehr der sich lösen und zu tiefe Einblicke ermöglichen kann. Gute Idee, einfach, tragbar, Komplimente geerntet.

Allerdings wurden bei der Präsentation von geschultem Auge auch gnadenlos die Passformmängel aufgedeckt. Welch wertvolle Anregung das nochmal zu analysieren. Dann….!!! könnte das nämlich das perfekte Schnittmuster für mich werden. Ich halte Euch auf dem Laufenden.

Vogue… von wegen Average

Ein langer, lustiger Abend folgte. Und nachdem der Knoten irgendwann geplatzt war, ging es dann auch mit dem EndlosProjekt weiter und machte sichtbare Fortschritte. Es ist zwar immernoch nicht fertig, aber anprobierbar. Und bei der Abschlusspräsentation vorführbar. Bei den seltsamen Einzelteilen war zuvor ein Passformtest nämlich völlig unmöglich. Fazit: es wird. Es lohnt sich dranzubleiben. Es braucht noch ein paar zusätzliche Abnäher, eine korrigierte Naht und das Futter muss per Hand vernäht werden. Dann könnte es tatsächlich irgendwann ein tragbares, schönes und ziemlich außergewöhnliches Kleid werden. Aber jetzt widme ich mit neu erwachtem NähMojo erstmal ein paar schnellen erfolgversprechenden Projekten.

Die Unterkunft

Der Raum zum nähen war großartig, die Lage von der Jugendherberge klasse, das Essen für Großküche und verschiedenste Sonderwünsche völlig ok. Aber zugegebenermaßen hab ich Klassenfahrtübernachtungen wohl verdrängt. Im 5 Bettzimmer, im Etagenbett oben und annähernd anhaltender Geräuschkulisse die Nacht durch, ist – sagen wir mal – ungewohnt. Dabei waren meine Zimmergenossinnen wirklich zauberhaft. Dummerweise schloss sich eine extrem vollgeplante Woche an, von daher hing mir der mangelnde Schlaf ganz schön nach. Vielleicht mache ich nächstes Mal einfach durch und plane anschließend 2 freie Tage, dann sollte das besser verkraftbar sein. Man wird halt doch nicht jünger. ;)

Der beglückende Blick am frühen Sonntag morgen… ich war zugegebenermaßen eine der ersten Irren.

 

Mein Fazit

Mehr davon! Es ist eine unglaublich tolle Erfahrung sich seinem Hobby so intensiv widmen zu können. Es ist absolut bezaubernd das mit so vielen wunderbaren Frauen zu teilen. Danke Euch allen! Und bitte, bitte, bitte lasst mich nächstes Jahr wieder dabeisein. Danke mamamachtsachen für die tolle Organisation, ohne Dich gäb’s das ja alles nicht. Und durch dieses Wochenende inspiriert gehen wir jetzt endlich ein Stuttgarter Nähkränzchen an, yihaaa.



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Kommentare zu diesem Artikel

Saskia  |  13. Januar 2017 um 11:18 Uhr

Wow! Was für ein wunderbar kreatives Chaos auf dem Bild des Raums! Klingt nach einer tollen Veranstaltung! :)

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