Scheitern und lernen.

05.11.2019  |  Gedanken  |  Autor: Nicole Gugger  |  0 Kommentare

So könnte man es vermutlich, was ich da letztens mit mir selbst gemacht habe. Ich will die Kunst wieder in mein Leben bringen, das braucht Disziplin zum schlicht und ergreifend tun und dann wird das auch wieder mit den spontanen, mehr oder minder „genialen“ Ideen.

Ich halte es mit Picasso

„Inspiration exists, but it has to find you working“.

Inktober bedeutet täglich zeichnen, mit Tinte, bei Bedarf anhand einer der vielen kursierenden Stichwortlisten. Und das dann mit Hashtag täglich posten. Super Gelegenheit also sich durch in bisschen externen Druck selbst in den Allerwertesten zu treten. Ich hab fleissig angefangen, anhand der Stichworte. Noch schneller stark geschwächelt. Mir dann mein eigenes Thema genommen und noch ein bisschen gekämpft. Und dann gefrustet kapituliert.

Ich kann mich veritabel rausreden mit viel zu tun, erschöpft, keine Zeit, am renovieren, etc. Abends – wo ich eigentlich gemütlich vor mich hinkritzeln könnte, konnte ich regelmäßig kaum meine Augen offen halten. Aber im Endeffekt ist sowas doch immer eine Frage der Prioritäten und damit auch der Lust oder Dringlichkeit. Wenn ich also ungnädig mit mir ins Gericht gehe, dann hatte ich einfach keine Lust. Shame on me.

Lust

Worauf ich Lust hatte und habe, sind Leinwand und Acrylfarbe. Was momentan aus Renovierungs/Platzgründen einfach noch nicht funktioniert. Das zukünftige Atelier ist momentan noch Abstellraum. Worauf ich auch ganz doll Lust hatte, war der KettensägenSchnitzkurs an dem ich mittendrin teilgenommen habe, VOR dem ich stundenlang Inspiration auf Pinterest gesucht habe und NACH dem ich leidenschaftlich am recherchieren empfehlenswerter vs. notwendiger Ausstattung war. Da war also die Lust. Und die Zeit. Ups.

Und dann ist immer noch dieser doofe alte Glaubenssatz „erst die Arbeit, dann das Vergnügen“ im Hinterkopf. Wir haben nämlich noch ein ganzes Stockwerk in dem die Wände darauf warten gestrichen zu werden. Und da die Räume sehr verwinkelt sind, ist das nicht mal schnell durchgestrichen, sondern fummelig und langwierig, wenn es 2 bis 3 Schichten braucht. Von den tausend anderen Sachen, die noch getan werden müssten fange ich gar nicht erst an.

Lektion

Meine Energie ist endlich. Es ist OK gerade noch nicht durchzustarten. Es ist OK den inktober oder ähnliche Aktionen nicht durchzuziehen. Es ist OK sich hauptsächlich der Fertigstellung vom Zuhause zu widmen.

Das gute daran: Ich habe immerhin ein ein paar Sachen gezeichnet. Es ist dann doch relativ schnell eine Entwicklung sichtbar. Ab und an schnappe ich mir immer wieder mein Moleskine und scribble ohne Leistungsdruck, einfach nur zum ausprobieren. Und das ist OK so. Ich bin quasi am trainieren und plane und packe mein Equipment für die Langstrecke 2020. Es wird.



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