Meine #30SkizzenimNovember 2016

Gezeichnete Rose

Erstmals hatte ich diese tolle Aktion der Freiraumfrau 2015 mitbekommen, wenn auch nur am Rande. Als es sich 2016 wieder ankündigte, wurde ich neugierig, da ich doch eh geplant hatte, wieder mehr zu malen und/oder zu zeichnen. Nur dass die Hauptgruppe auf Facebook aktiv war und ich da doch eigentlich gar nicht mehr sein wollte. Und nur via Twitter schien auch nicht sinnvoll. Irgendwie habe ich mich dann doch recht kurzfristig durchgerungen und mitgemacht. Zum Glück! Die Gruppe erwies sich als ausgesprochen sympathisch, interaktiv und wertschätzend. Und die Aufgabe, der wir uns verschrieben haben, sehr bereichernd!

Nächstes Lernplateau erklommen

Ich zeichne gerne, schon seit Kindheit an. Und weil ich es dadurch sehr oft getan habe und zumindest ab und an auch ein paar richtig kompetente, tolle Lehrer an meiner Seite hatte, die mir das Sehen beibrachten, mir meinen Perfektionismus aus- und meine Motivation antrieben, kann ich das auch ganz gut. Sagt man. Und ich selbst bin auch einigermaßen davon überzeugt, zumindest wenn ich in Übung bin. Was leider seit ein paar Jahren nicht mehr der Fall ist.

Also – ich hatte die feste Absicht wieder mehr zu malen bzw. zu zeichnen. Abgesehen davon bin ich relativ absichtslos in die Gruppe gestolpert. Dort ging es mit der Aufgabe einer gezeichneten Begrüßung los und schon wurden wir gefragt, ob wir uns ein konkretes Thema/Ziel vorgenommen hatten. Ähhhhhh, NÖ.
Obwohl mir sofort klar wurde, warum ich das so selten tat, das mit dem zeichnen. Früher war es Standard daß ich ein Notizheft aka Skizzenbuch und Stifte dabei hatte. Aber da hatte ich auch immer ein Buch, einen Kalender, etc. dabei. Heutzutage: Fehlanzeige, unnötiges Gewicht. Erstmal suchen.

Zeichnungen

Das einzige was eigentlich IMMER griffbereit ist, mein Smartphone. Und obwohl ich schon einige ZeichenApps auf verschiedenen Systemen geladen und ausprobiert habe, hat mich das nie überzeugt. Obwohl es beeindruckende Beispiele gibt was man damit schaffen kann, hat sich mir das nie erschlossen. Analog war einfach mehr meine Welt. Aber das musste doch zu ändern zu sein! Also nahm ich mir das digitale Zeichnen vor, nur auf dem Smartphone per App. Und wenn das am Anfang noch sehr grob aussah (siehe die klägliche Vorstellungsskizze oben links), kämpfte ich mich durch Stifte, Zoomfunktion und Ebenen und würde relativ schnell auch deutlich besser.

Skizzenbeispiele Auge Mund Ohr Hand

Im digitalen Flow

Das tolle daran war… ich hatte wiedermal ein paar richtig gute Flow-Momente. Auch wenn ich mich zu denen ganz schön aufraffen musste. Jeden Tag was zu zeichnen, das man auch vorzeigen möchte ist ne Ansage. Und hat nicht zu 100% geklappt, aber fast. Und so habe ich im ganzen November wohl kein einziges Mal irgendeinen Film gesehen, sondern ich saß nur zeichnenderweise mit Handy davor und war völlig versunken ins auf dem Screen rumwischen. Eine schöne Erfahrung und vielleicht auch das was ich am meisten am malen vermisst habe. Das ganz im Moment sein und nur auf diesen einen Sinn fokussieren. Nun ja, der Stolz wenn anschließend was herauskommt, das man gerne herzeigt ist auch schön.

Hier noch ein Beispiel von meinen Faltenwürfen. Ich erinnerte mich, wie mein Vater als ich noch Kind war, unzählige Ölbilder nur mit Faltenwurf malte. Er sagte immer, das war das ultimative Training für alle Bilder die danach kamen. Und noch dazu waren sie sehr dekorativ und schnell verkauft. Daran erinnerte ich mich und nahm mir das ebenfalls vor. Und wie man sieht, das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Obwohl es weit weg von perfekt ist, aber die Anmutung hat was sehr stimmig ästhetisches.

Faltenwurf blau

Fazit

Zeichnen macht auch digital Spaß und funktioniert. Und ich sollte es unbedingt wieder öfter tun.
Ein paar Dinge mache ich dabei allerdings anders als analog. Ich war sonst immer stolz darauf, Proportionen und Perspektiven frei, gut und realistisch zu zeichnen. Auf einem winzigen Monitor ist das illusorisch, da man da viel zu viel rein- und rauszoomen muss um den Überblick zu behalten. Also behelfe ich mir mit einem ähnlichen Foto auf unterster Ebene um die Proportionen zu übernehmen. Sobald ich den Gesamteindruck habe, blende ich das wieder aus bzw. lösche es. 

Komplexe Situationen finde ich dadurch ebenfalls mühsam, wenn auch möglich. Auch wenn ich fotografiere mag ich Details und Makroaufnahmen. Somit habe ich das fürs digitale zeichnen einfach übernommen.

Und obwohl ich mit Bleistift gerne schraffiere und auch verwische um eine Schattenwirkung zu erzielen, ist digital ein zart transparenter großer Stift oder Spray in dem Fall die bessere Wahl. 

Vielleicht nutzt Euch das ja was. Oder habt Ihr andere Erfahrungen gemacht und Tipps? Ich habe übrigends mit der App «Skizze» gezeichnet. Mal gucken was ich mir 2017 als Ziel setze. 

Hier gibt es noch ein Fazit von Angelika, der Freiraumfrau und ein paar Nachlesen von Mitstreitern.

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