Authentisch ist nicht das Gegenteil von professionell.

01.02.2020  |  Kommunizieren  |  Autor: Nicole Gugger  |  0 Kommentare

Diesen Satz postete ich vor einiger Zeit bei Twitter und erhielt eine ganze Menge an Zuspruch. Denn obwohl es so offensichtlich scheint, ist die Auslegungsweise immer mal wieder zum Haare raufen.

Aber auch die Frage nach der Abgrenzung zur Glaubwürdigkeit fiel. Kürzlich dann dieser Tweet.

Neben dem ausgesprochen amüsanten Aspekts darin, enthält er eine Menge Wahrheit.

Authentisch

bedeutet lt. Duden: „echt, den Tatsachen entsprechend, glaubwürdig“ und wenn wir Wikipedia befragen können wir „als Original befunden“ ergänzen. Ein authentischer Mensch muß demnach die 4 Kriterien Bewußtsein, Ehrlichkeit, Konsequenz und Aufrichtigkeit erfüllen. Und wer Lust hat tiefer einzusteigen wie man das entwickelt, dem empfehle ich noch diesen Artikel.

Ich fasse Authentizität damit als „persönlich glaubwürdig“ zusammen.

Professionell

wird beschrieben als „von einem Fachmann, qualitativ hochwertig“. Bezogen auf eine Person werden auch Charaktereigenschaften wie Verlässlichkeit, Anstand, Fairness, Loyalität, Integrität oder Pflichtgefühl genannt.

Professionalität bedeutet damit für mich damit soviel wie „fachlich glaubwürdig“.

Wenn wir also einen rundum glaubwürdigen Eindruck hinterlassen wollen, sollten wir beides kombinieren. Im Alltag begegnet mir dagegen gefühlt immer nur entweder oder. Daraus entstand der Titel. Da ist der durch und durch professionelle Ingenieur, der leider so gar keine menschliche Seite zeigt und damit seltsam gesichtslos bleibt. Oder der Vortrag einer durch und durch persönlich sichtbaren Dozentin, die dafür erstmal ewig von sich erzählt, die Zeit aus dem Blick verliert, spontan zwischen den Themen hüpft und orientierungslos in einem Stapel von Flipcharts blättert. Die Mischung wäre der Königsweg.

Schön und gut – aber warum jetzt üben?

Weil uns Nervosität, die wir häufig empfinden wenn es um einen Vortrag geht, davon abhält authentisch zu sein. Weil wir eben nicht in uns ruhen und überzeugend und spontan reagieren können, wenn wir unsere ganze Konzentration benötigen um die Inhalte im Kopf zu behalten. Weil wir eine Sache 10.000 Stunden lang tun müssen um richtig gut zu sein. Weil wir uns ganz viele seltsame Eigenheiten abgewöhnen müssen um wir selbst zu sein, wie Michael Rossié uns hier amüsant vorführt. Und weil wir durch die Routine die Gelassenheit entwickeln ganz bewusst im Moment zu sein. Also…

Um rundum glaubwürdig zu sein, brauchen wir beides! Fachliches KnowHow und eine Persönlichkeit, die sich nicht dahinter versteckt. Nur damit können Sie Sympathien aufbauen. Und der sicherste Weg dahin zu kommen ist nun mal das üben.

 



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